Veranstaltungsbericht: Vorstellung der Deliverunion

Am Samstag, den 26.8.2017, kamen Rider, Interessierte und hannoversche FAU-Mitglieder trotz Unwetters in der Warenannahme auf dem Faust-Gelände zusammen, um sich über die Kampagne #Deliverunion zu informieren. Eingeladen waren zwei Fahrer der FAU Berlin, die den Kampf der Kurierfahrer*innen für bessere Arbeitsbedingungen vorstellten. Anhand kleinerer Filme und persönlicher Erfahrungen brachten sie dem Publikum die prekäre Arbeitssituation bei den Start-ups Deliveroo und Foodora näher, stellten ihre Forderungen vor und berichteten von den bisherigen Erfolgen der Kampagne, die europaweit von kämpferischen Basisgewerkschaften getragen wird. Dabei unterstrichen die beiden Kuriere, dass sie ihre Arbeit an sich zwar gerne machen, die schlechte Bezahlung, das hohe Unfallrisiko, die unzureichende Vergabe von Schichten sowie die fehlende Finanzierung des Arbeitsmaterials (Fahrrad sowie Reparaturkosten, Smartphone) seitens der Unternehmen aber nicht mehr länger hinnehmen wollen. Weiter lesen „Veranstaltungsbericht: Vorstellung der Deliverunion“

Riders unite! Vorstellung der Deliverunion

Die sogenannte „gig economy“ wächst und schafft immer mehr prekäre Jobs. Wie die HAZ berichtet, fährt neben dem Lieferdienst Foodora nun auch das konkurrierende Londoner Unternehmen Deliveroo Essen in Hannover aus. Doch gegen die oftmals unsicheren Arbeitsbedingungen bei den hippen Startups regt sich schon länger Widerstand: In Berlin und vielen anderen europäischen Städten organisieren sich die Fahrer*innen  und setzen ihre Forderungen erfolgreich durch. Die in der Basisgewerkschaft FAU Berlin organisierten Rider konnten so Foodora bereits zu Verhandlungen zwingen. Am 26.8.2017 um 19.00 Uhr werden sie in der Warenannahme/Faust in Hannover über ihren Kampf, erste Erfolge und die gewerkschaftliche Organisierung berichten. Kommt vorbei und sagt Kolleg*innen Bescheid! Weiter lesen „Riders unite! Vorstellung der Deliverunion“

Foodora? Pfui deibel!

Die internationale Lieferdienst-Kampagne #deliverunion: FahrerInnen organisieren sich

The international delivery service campaign #deliverunion: organising riders [english version below]

Die hippen Start-Ups Foodora und Deliveroo sind zurzeit in aller Munde. Ausstaffiert mit riesigem Startkapital liefern sie sich einen Kampf um die Vorherrschaft auf dem europäischen Markt. Wer gewinnt, der bleibt, und wird in Zukunft wohl die Bedingungen diktieren, zu denen KundInnen sich per Klick Gerichte aus Restaurants nach Hause bestellen können. Doch auch wenn die beiden Lieferdienste angeblich noch kaum Gewinne abwerfen, eines ist doch klar: Ihr Konkurrenzkampf wird auf dem Rücken der KurierfahrerInnen ausgetragen. Auch in Hannover strampelt sich die pinke Foodora-Flotte seit gut einem Jahr ab. Bislang noch ohne Konkurrenz durch das Londoner Unternehmen, das in letzter Zeit auf sich aufmerksam machte, weil es seine FahrerInnen scheinselbstständig beschäftigte, um Sozialabgaben zu sparen. Bei Foodora sind die KurierInnen zwar fest angestellt, aber auch hier berichten FahrerInnen über unzumutbare Arbeitsbedingungen. Weiter lesen „Foodora? Pfui deibel!“