Foodora? Pfui deibel!

Die internationale Lieferdienst-Kampagne #deliverunion: FahrerInnen organisieren sich

The international delivery service campaign #deliverunion: organising riders [english version below]

Die hippen Start-Ups Foodora und Deliveroo sind zurzeit in aller Munde. Ausstaffiert mit riesigem Startkapital liefern sie sich einen Kampf um die Vorherrschaft auf dem europäischen Markt. Wer gewinnt, der bleibt, und wird in Zukunft wohl die Bedingungen diktieren, zu denen KundInnen sich per Klick Gerichte aus Restaurants nach Hause bestellen können. Doch auch wenn die beiden Lieferdienste angeblich noch kaum Gewinne abwerfen, eines ist doch klar: Ihr Konkurrenzkampf wird auf dem Rücken der KurierfahrerInnen ausgetragen. Auch in Hannover strampelt sich die pinke Foodora-Flotte seit gut einem Jahr ab. Bislang noch ohne Konkurrenz durch das Londoner Unternehmen, das in letzter Zeit auf sich aufmerksam machte, weil es seine FahrerInnen scheinselbstständig beschäftigte, um Sozialabgaben zu sparen. Bei Foodora sind die KurierInnen zwar fest angestellt, aber auch hier berichten FahrerInnen über unzumutbare Arbeitsbedingungen. Weiter lesen „Foodora? Pfui deibel!“

Solidarität mit russischen Truckern

Anlässlich einer Deutschlandreise russischer AktivistInnen der unabhängigen und kämpferischen Fahrerorganisation OPR sendet die Vollversammlung des Allgemeinen Syndikats der FAU Hannover solidarische Grüße und macht an dieser Stelle auf Veranstaltungen in Norddeutschland und Berlin aufmerksam. Im Frühjahr 2016 hatten die LKW-FahrerInnen durch einen Streik gegen die Einführung einer Maut, die ihre Existenz bedroht, auf sich aufmerksam gemacht. Wir dokumentieren hier das Solidaritätsschreiben: Weiter lesen „Solidarität mit russischen Truckern“

Protest vor der Median-Klinik zum Schwarzen Freitag

Am Freitag, den 13. Januar 2017 versammelten sich Mitglieder der FAU Hannover und weitere Unterstützer vor der Einrichtung „MEDIAN Ambulantes Gesundheitszentrum Hannover“, um gegen die miserablen Arbeitsbedingungen im MEDIAN-Konzern zu protestieren. Wir beteiligten uns damit an der buntesweiten Aktion „Schwarzer Freitag“, zu dem die aktion ./. arbeitsunrecht aufgerufen hatte und die an insgesamt 12 Standorten durchgeführt wurde. Weiter lesen „Protest vor der Median-Klinik zum Schwarzen Freitag“

Schwarzer Freitag für die Median-Klinik in Hannover

Zu jedem Freitag, den 13. küren unsere FreundInnen der aktion ./. arbeitsunrecht eineN ArbeitgeberIn, die sich durch besonders miese Behandlung der Beschäftigten hervorgetan hat.

Für den kommenden Schwarzen Freitag hat es den Reha-Konzern Median-Kliniken GmbH erwischt. In diesem Konzern gibt unter anderem:

  • Tarifflucht
  • willkürliche Schließungen von Betrieben, nach dem dort gestreikt wurde
  • Behinderung von Betriebsräten
  • Anti-Gewerkschaftsagitation durch PR-Agenturen
  • Counter-Organizing
  • und vieles mehr…

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Probleme mit der Hausverwaltung?

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Seit September gibt es das Solidarische Mieter_innen-Netzwerk

Viele kennen die Situation: Die Wohnung soll modernisiert werden, die Miete deutlich steigen oder die Hausverwaltung möchte die aktuellen Bewohnerinnen und Bewohner am liebsten ganz loswerden. Die Hausverwaltungen lassen sich dabei oft einiges einfallen – darunter auch Maßnahmen, die oft so gar nicht zu ihren freundlichen Werbeslogans passen.

Sich dagegen alleine zu wehren, ist oft ein nervenaufreibendes und vergebliches Unterfangen. Doch gemeinsam und mit Unterstützung lässt sich einiges bewegen. Daher gibt es seit September das „Kiez Kollektiv – Solidarisches Mieter_innen Netzwerk“. Dort können wir uns gemeinsam mit anderen über die vielfältigen Konflikte in unserem Alltag als Mieter_innen austauschen und praktische Ideen entwickeln.

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Unredliche Tarifverhandlungen in Hannover

leiharbeit_titelDie DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit handelt einen Tarifvertrag zum Schaden der LeiharbeiterInnen aus

Heute, am 7. Oktober, dem Welttag für menschenwürdige Arbeit, beginnen in Hannover erneute Tarifverhandlungen der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit mit den großen „Sklavenhändler“-Verbänden BAP und IGZ. Zu erwarten haben die knapp eine Million LeiharbeiterInnen in diesem Land davon nichts Gutes: ihr gesetzlicher Anspruch auf Equal Pay, d.h. gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit in den Entleihbetrieben, wird durch die Tarifverträge systematisch unterlaufen. Sie stünden ohne Tarifvertrag nachweislich besser da. Wie ist das möglich, obwohl kaum Leiharbeiter in den DGB-Gewerkschaften organisiert sind?

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Die Rechnung, bitte!

Kämpfe Gastronomie
Wir leben nicht nur vom Trinkgeld!

Das Allgemeine Syndikat der FAU Hannover im Interview mit Radio Flora zu prekären Arbeitsbedingungen in der Gastronomie

Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Urlaub, keine Feiertags- und Nachtzuschläge – prekäre Arbeitsbedingungen sind in der Gastronomie an der Tagesordnung, vor allem in sogenannten Minijobs. In vielen Lokalen ist es keine Seltenheit, dass sogar Trinkgeld und vermeintliche Essensrabatte mit dem Mindestlohn verrechnet werden. Wer den Mut aufbringt, sich zu beschweren, wird häufig fristlos vor die Tür gesetzt. Trotzdem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich zu wehren und Forderungen durchzusetzen. Im Interview mit Radio Flora erklären zwei SprecherInnen des Allgemeinen Syndikats der FAU Hannover, wie das funktioniert und warum es sich lohnt, sich zu organisieren. Weiter lesen „Die Rechnung, bitte!“

Zahltag für Hannoveraner Restaurant

zahltag
„Minijob? Da ist mehr drin!“

Allgemeines Syndikat der FAU Hannover setzt Lohnnachforderung durch

Das Allgemeine Syndikat erstritt vor kurzem einen vierstelligen Betrag für ein Mitglied, das in einem sogenannten Minijob in der Gastronomie gearbeitet hatte. Damit zeigt die Basisgewerkschaft erneut, wie auch unter prekärsten Bedingungen Arbeitsrechte geltend gemacht werden können. Zugleich macht der Fall deutlich, wie dringend eine andere gewerkschaftliche Organisierung in der Gastronomie nötig ist.

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Eine Bedienung mit Mindestlohn bitte…

gastro_cartoonArbeitsrecht gilt auch in der Gastronomie

Es mag manche Wirte erstaunen, aber das Arbeitsrecht gilt auch in der Gastronomie. Leider gehen aber viele ChefInnen in Bars, Restaurants und Cafés davon aus, dass Jobs bei ihnen irgendwie anders sind. So werden häufig fundamentale Arbeitsrechte ignoriert. Das muss aber nicht so bleiben. Es gibt viele Beispiele, bei denen die FAU Lohnnachforderungen und auch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen in gastronomischen Betrieben durchsetzen konnte.

Die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie sind nicht die gerade besten. Selbst wenn das Arbeitsrecht eingehalten wird, belasten Arbeitszeiten bis spät in die Nacht, geringe Bezahlung und hohe körperliche Anstrengung die Lohnabhängigen. Wenn dann noch fundamentale Arbeitsrechte ignoriert werden, kann der Job schnell zum Albtraum werden.

„Ich hätte gerne eine Cola, eine Pizza Funghi … und eine Bedienung, die anständig bezahlt wird!“ Cartoon: Findus. Weiter lesen „Eine Bedienung mit Mindestlohn bitte…“