Ein Beispiel für andere: mehr Lohn und bessere Arbeitszeiten – na endlich!

Der Konflikt der FAU Hannover mit Blumen Wolf. Ein Zwischenstand

Von zahlreichen Missständen beim Blumenhändler Karl Heinz Wolf im Hannoveraner Hauptbahnhof war in den vergangenen Monaten in den Zeitungen zu lesen. Aber auch davon, wie die Kolleginnen sich wehrten und letztendlich gegen alle Widerstände Verbesserungen vom Chef erstritten. Ihr Durchhaltewille hat bereits jetzt andere dazu animiert, sich ebenfalls zusammen mit der FAU Hannover für die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einzusetzen. Das Beispiel Blumen Wolf ist zu einem Mutmacher für viele andere Beschäftigte geworden, deren Chefs genauso nach „Gutsherrenart“ im Betrieb auftreten.

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Schwarzer Freitag am 13.7.: Der Horror ist real

„Rote Karte für real wegen Lohndumping und Tarifflucht!“ hieß es am Freitag, den 13. Juli. Zum siebten Mal hatte die aktion./.arbeitsunrecht anlässlich des Unglückstags zu Aktionen gegen einen „Horrorarbeitgeber“ aufgerufen. Die FAU Hannover unterstützte den Aktionstag mit einer Kundgebung vorm real-Supermarkt in Linden und zeigte sich solidarisch mit den Beschäftigten. Die Gewerkschafter*innen verteilten Flyer und beschallten die Freitags-Nachmittag-Einkaufs-Beschaulichkeit über eine Lautsprecheranlage. Dabei wurde unter anderem die Rede von Werner Rügemer verlesen, die über die unwürdigen Arbeitsbedingungen in der Kaufhauskette informiert. Kund*innen und Passant*innen reagierten empört auf die organisierte Tarifflucht, die für viele Beschäftigte Lohneinbußen bis zu 40 Prozent, Kürzung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld und die Erhöhung der Arbeitszeit bedeutet. Die zahlreichen Gespräche zeigten auch: reals Strategie ist kein Einzelfall. Viele Kund*innen berichteten selbst über prekäre Arbeitsbedingungen oder kannten andere Betroffene.

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[Pressemitteilung] Blumen Wolf unter Druck – Basisgewerkschaft FAU Hannover erringt erste Zugeständnisse

Kundgebung der FAU Hannover auf dem Bahnhofsvorplatz am 2.6.2018

Im Konflikt der FAU Hannover mit Blumen Wolf im Hannoveraner Hauptbahnhof hat sich der Unternehmer Karl Heinz Wolf durch den Druck der Basisgewerkschaft erstmals auf die Forderungen der organisierten Belegschaft zubewegt. So hat mindestens ein Teil der KollegInnen in den letzten Monaten Lohnerhöhungen erhalten. Die FAU Hannover bekräftigt indessen ihre Forderung, dass sämtliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Belegschaft vertraglich festgehalten werden müssen.

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Die 24-Stunden Polin. Migrantische Care-Arbeiter*innen in Deutschland

Am 22. Juni fand im Lokal der FAU Hannover im Rahmen des Festivals „Contre le Racisme“ der Vortrag einer Genossin der FAU Münsterland statt. Anhand biographisch-narrativer Interviews wurde die Lebens- und Arbeitssituation der meistens aus Osteuropa stammenden Care-Arbeiter*innen dargestellt.

Der demografische Wandel und unzureichende staatliche Leistungen sind u.a. Hauptursachen des so genannten „Pflegenotstands“. Dies resultiert in steigender Nachfrage an Arbeitskräften im Care-Bereich. Diese „Unattraktivität“ der Fürsorgearbeit liegt einerseits an der unangemessenen Entlohnung, andererseits an dem niedrigen Status der Pflegeberufe, die meistens als „Frauendomäne“ angesehen werden, was zu ihrer mangelnden gesellschaftlichen Anerkennung beiträgt. Im Endeffekt wird Care-Arbeit auf migrantische Care-Arbeiter*innen delegiert.

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[Pressemitteilung] Gesetzliche Mindeststandards und angemessene Bezahlung – Blumen Wolf, was ist daran so schwer?

Die Basisgewerkschaft FAU Hannover ruft für Samstag, den 2. Juni um 14 Uhr zu einer Kundgebung für bessere Arbeitsbedingungen im Blumengeschäft Blumen Wolf auf. Während sich der Unternehmer Gesprächsangeboten der Basisgewerkschaft verweigert, fordert die organisierte Belegschaft die Einhaltung von gesetzlichen Mindeststandards, mehr Personal und eine angemessene Bezahlung.

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Solidarität auf Reisen

Das Allgemeine Syndikat der FAU Hannover organisiert auch Mitglieder aus der „Bau-Branche“, wie z.B. Maurer*innen, Tischler*innen, Maler*innen oder Zimmer*innen, um nur die häufigsten zu nennen. Einiger dieser Mitglieder arbeiten als Selbständige. Die Gründe für ihre Selbstständigkeit sind so verschieden wie die Mitglieder selbst: Manche sind selbstständig, weil sie nach der Ausbildung nicht vom Betrieb als Angestellte übernommen wurden, aber die Zusage bekamen, ab und an dort auf Stundenbasis arbeiten zu können. Andere können es sich einfach nicht mehr vorstellen, für eine*n Vorgesetzte*n dauerhaft zu arbeiten. Wieder andere haben sich während ihrer Zeit auf der Walz¹ so sehr daran gewöhnt, ihre Angelegenheiten selbst in die Hand zu nehmen, dass sie auch weiterhin gemeinsam mit anderen Gleichgesinnten ihre Arbeitsbedingungen freier gestalten wollen.

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Die Beschäftigten bei „Blumen Wolf“ kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen

Wir wollen uns keinen Wolf arbeiten … sondern unseren Job machen!“

Am Samstag, den 5. Mai wurde mit einer erneuten Kundgebung vor Ort auf die unzumutbaren Arbeitsbedingungen in den drei Filialen von „Blumen Wolf“ im Hauptbahnhof Hannover hingewiesen.

Regelmäßige Überschreitungen der gesetzlichen Höchstarbeitszeit von 10 Stunden, oftmals keine Möglichkeit, Pausen zu machen sowie die Nichteinhaltung der Mindestruhezeiten zwischen Spät- und Frühschicht sind an der Tagesordnung. Darüber hinaus herrscht ein eklatanter Personalmangel, der aufgrund der Arbeitsbedingungen und der niedrigen Entlohnung knapp über dem Mindestlohn – für ausgebildete Floristen/Floristinnen – hausgemacht ist. In den vergangenen Monaten haben zahlreiche Kolleginnen den Betrieb verlassen, da sie die Arbeitsbedingungen nicht mehr ausgehalten haben und keine Besserung absehbar war.

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Gewerkschaftliche Alternative in stürmischen Zeiten

Foto: Andrea Scharpen

Auch 2018 rief die FAU Hannover zur Beteiligung an der 1. Mai-Demonstration des DGB auf, die dieses Jahr zum ersten Mal vom Küchengarten in Linden startete. Ob mit der Änderung des Auftaktorts gänzlich vermieden werden sollte, durch belebte Wohngegenden zu laufen, um bloß keine Anwohner*innen zu „stören“, bleibt eine offene Frage. Die FAU-Mitglieder trafen sich zum „Warmup“ hingegen am neuen Gewerkschaftslokal, um von dort aus gemeinsam durch den Stadtteil zur Kundgebung zu ziehen. Auf der Demo bildeten sie einen klassenkämpferischen Block und brachten Parolen auf dem sonst eher schweigsamen Marsch. Besonders beliebt waren: „Wohnung scheiße, mieser Lohn? – Komm zur FAU, mach Aktion!“ und „Monatsmitte, Tasche leer? – Arbeitskampf, dann gibt es mehr!“ In Göttingen, wo die FAU Hannover den Aufbau eines eigenständigen Syndikats unterstützt, beteiligten sich die Genoss*innen ebenfalls an den Demonstrationen. Der bierseeligen Volksfeststimmung bei den Mai-Feiern entgegneten sie: „Klassenkampf statt Bratwurstmampf!“ Weiter lesen „Gewerkschaftliche Alternative in stürmischen Zeiten“

Shame on you, Deliveroo! – Aktionstag am Freitag, den 13. April

Unter dem Motto „Jetzt schlägt’s 13!“ ruft der Kölner Verein aktion./.arbeitsunrecht seit mehreren Jahren zu bundesweiten Aktionstagen an jedem Freitag den 13. auf.

Diesmal stand der Essenslieferdienst Deliveroo im Mittelpunkt des Aktionstages, der Union Busting, Ausbeutung und aktuelle Arbeitskämpfe der Beschäftigten thematisiert. In Hannover beteiligten sich Mitglieder des Allgemeinen Syndikats der FAU Hannover an den Protesten und verteilten bei einer Kundgebung in der Innenstadt am Kröpke Flyer, um auf die miesen Arbeitsbedingungen für viele Fahrer aufmerksam zu machen. Weiter lesen „Shame on you, Deliveroo! – Aktionstag am Freitag, den 13. April“

Wie steht es eigentlich um… die Arbeitsbedingungen in den Blumenläden im Hauptbahnhof Hannover?

Mit einer Kundgebung am Samstag, den 14. April hat das Allgemeine Syndikat auf die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den drei Blumenläden des Hauptbahnhofs Hannover aufmerksam gemacht. Denn dort liegt einiges im Argen.

So werden z.B. regelmäßig und systematisch die gesetzlichen Pausen- und Ruhezeiten zwischen den Schichten nicht gewährt und die tägliche Höchstarbeitszeit deutlich überschritten. Es herrscht offensichtlich ein chronischer Mangel an Personal, denn viele KollegInnen halten die teilweise unzumutbaren Bedingungen nicht lange aus. Personalmangel, eine ungenügende Arbeitsorganisation durch die Geschäftsleitung sowie regelmäßig und kurzfristig angeordnete Überstunden begünstigen ein Betriebsklima, das so nicht weiter hinnehmbar ist.

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